GOTT verändert
Wenn wir sagen "HERR, verändere mich" haben wir zumeist eine recht konkrete Vorstellung, w i e ER uns verändern soll:
wir wollen Ansehen, Anerkennung, mitunter auch Bewunderung erreichen- jeder soll auf Anhieb sehen können, zu welch' einem 'Prachtexemplar' GOTT uns verändert hat.
Aber ER wirkt anders: anhand des Weinstocks hat ER uns gezeigt, wie SEINE Veränderung stattfindet: zunächst einmal beginnt ER, uns zu beschneiden: er entfernt erst einmal alle Triebe, die verkümmert sind; die, die keine Frucht tragen.
Oftmals sind dies aber gerade die, in die wir selbst große Hoffnung setzen, von denen wir denken, dass sie uns mal 'so richtig nach vorn' bringen werden.
So sind wir gar nicht begeistert, wenn diese -von uns selbst als wertvoll erachteten Bereiche- radikal entfernt werden sollen: so ist es wenig verwunderlich,
dass sich einige von uns bereits herauswinden, weil sie in diesem Bereich nicht 'beschnitten' werden wollen...
Wenn GOTT Jemanden zubereitet ist dies eine 'Kernsanierung': nach Aussen hin ist zunächst nichts erkennbar- die 'Fassade' bleibt gleich-
aber dahinter werden marode, morsche Bauteile entfernt und durch stabile, neue ersetzt. S o wirkt ER:
ER erneuert den 'inwändigen Menschen': gibt uns ein 'neues Herz' und einen 'verständigen Geist' und schenkt uns Erkenntnis.
SEINE Veränderung vollzieht sich von 'innen nach aussen'.
Wir hingegen, wenn wir uns selbst 'sanieren' wollen, arbeiten zumeist erst einmal an der 'Fassade': versehen sie mit einem neuen Anstrich und wirken nach Außen hin 'erneuert'- aber in unserem Inneren hat sich nichts verändert: dort herrscht oftmals immer noch 'Einsturzgefahr'.
'Mehr Schein als Sein'- das ist doch nicht das, was wir wirklich wollen, oder?
An anderer Stelle werden wir mit Ton verglichen, der durch die Hand des Töpfers zu Gefässen geformt wird:
„O eure Verkehrtheit! Soll denn der Töpfer dem Ton gleichgeachtet werden? – dass das Werk von seinem Meister spricht: „Er hat mich nicht gemacht!“, und das Gebilde von seinem Bildner spricht: „Er versteht es nicht!“(Jes 29,16)
„Und das Gefäß, das er aus dem Ton machte, missriet in der Hand des Töpfers; und er machte wieder ein anderes Gefäß daraus, wie es in den Augen des Töpfers zu tun richtig ist.“ (Jer 18,4)
„Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre [und] das andere zur Unehre zu machen?“ (Röm 9,21)
Dies versinnbildlicht, dass wir 'uns selbst' gar nicht im Wesen zu ändern vermögen- das vermag nur ER. Nur ER kann uns zu einer 'neuen Schöpfung' umgestalten:
„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden [i.a.Ü: Neues ist geworden]!“ (2.Kor 5,17)
Geben wir uns vertrauensvoll in SEINE Hände und lassen uns von IHM umgestalten & formen...
[Impuls vom 18.11.2018]
