GOTTES Wille für uns

Wie oft beten wir "HERR: DEIN Wille geschehe!"- und haben dabei doch schon allzu oft eine recht genaue Vorstellung, w i e GOTT übernatürlich in unser Leben eingreift und Alles zu einem Guten fügt (nämlich zu dem, was wir -für uns und unser Leben- erhoffen & erwarten).
 
Dem ist leider nicht so: GOTT ist kein Cola-Automat, in den man eine Münze einwirft, auf eine Taste drückt- und schon kullert das gewünschte Getränk unten ins Ausgabefach, und wir müssen nur noch zugreifen.
 
ER ist souverän, hoch über alles erhaben- SEINE Wege sind nicht unsere Wege, SEINE Gedanken sind nicht unsere Gedanken.
 
Unser menschlicher Verstand ist nicht annähernd in der Lage, auch nur einen winzigen Bruchteil SEINES grandiosen Plans für uns & unser Leben zu erfassen-
es dennoch zu denken hieße, einen Teelöffel in einen Ozean zu tauchen und den Inhalt des Löffels mit dem gesamten Meer gleichsetzen zu wollen.
Das ist absurd- und dennoch denken wir, dass wir wissen, was das Beste für uns sei und GOTT nur darum bitten zu müssen, es in unser Leben hineinzusprechen.

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atsächlich hat GOTT die Welt erschaffen, indem er sprach- und es ward: pure Schöpfungskraft.
GOTT spricht auch heute noch zu uns- die Frage ist: Hören wir, was ER sagt- oder glauben wir bereits zu wissen, was SEIN Wille ist, hören schon gar nicht mehr hin und beginnen bereits -oftmals aus eigener Kraft- d a s zu tun, von dem wir denken, dass es SEIN Wille ist.
 
Haltet inne!
 
Selbst JESUS, GOTTES fleischgewordener Sohn, der selbst sagte "Ich und der Vater sind eins" hat auch gesagt, dass er 'nichts aus sich heraus tut, sondern nur das, was der Wille des Vaters ist'. Warum tat er dieses? Weil er 'Mensch' geworden war. Weil er -als solcher- in Versuchung geführt werden konnte.

GOTT hat den Menschen nicht als willenlose Marionette geschaffen, bei dem ER nur an den Fäden ziehen musste, um den Menschen zu etwas zu bewegen- nein, er hat den Menschen 'nach SEINEM Bilde' geschaffen & ihm einen freien Willen gegeben: weil er uns unendlich liebt und uneingeschränkt vertraut. ER will, dass wir uns frei für IHN entscheiden- wir haben die Wahl...

 
Doch zurück zu JESUS: wie wusste dieser, was der Wille des Vaters war? Weil er in ständiger Verbindung, in andauerndem Dialog mit GOTT war: immer wieder zog er sich zurück, um zu beten- oft stundenlang.
 
Lassen wir die Vorstellung los, zu wissen, was das Beste für uns & unser Leben ist- hören wir auf zu denken, dass wir wüssten, was SEIN Wille ist- halten wir inne und ziehen wir uns zurück: um IHN zu fragen, was SEIN Wille ist- warten wir, bis ER zu uns spricht und hören wir auf das, was ER sagt.
Wir werden überrascht sein, was ER tatsächlich will- und feststellen, dass wir oftmals etwas ganz anderes für SEINEN Willen hielten.#

Es gibt keine 'Werksgerechtigkeit', sprich: wir können nicht durch unsere Handlungen und Taten 'gerecht' werden- sondern einzig und allein durch SEINE Gnade.

Hören wir auf, 'gute' Menschen sein & stets 'das Richtige' tun zu wollen- das ist Pharisäertum. Wir sind zur Nachfolge berufen- und zwar dem, der gesagt hat '"Folget mir nach": JESUS.

Lasst uns seinem Vorbild folgen und die Nähe zum Vater, den Dialog mit IHM zu suchen. Halten wir inne, ziehen wir uns zurück in unser 'stilles Kämmerlein' und beginnen wir, GOTT nach SEINEM Willen für uns & unser Leben zu fragen- hören wir, was ER sagt: ER wird gewisslich antworten!



[Impuls vom 17.09.2015]