Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort

So sagt es jedenfalls der Volksmund- aber stimmt das so?

Nein: denn GOTT ist kein strafender, sondern ein liebender GOTT- und, vor Allem: ER ist absolut gerecht.

Somit ist das, was im Anschluss an unsere Aktion auch passieren mag, keine 'Strafe', die ER über uns verhängt, sondern lediglich die eintretende Konsequenz, die kausale Folge unserer 'abwegigen*' Handlungen.
*d.h. Handlungen, mit denen wir den von Gott 'geschützten Bereich', die von Gott für uns vorgesehenen Orte, Pfade & Wege verlassen, sprich: wir 'sündigen' (das Wort 'Sünde' heisst übersetzt soviel wie 'Absonderung').

Bildhafte Entsprechung dieses 'geschützten Bereiches' wäre z.B ein 'Schirm', den GOTT über uns hält [Ps 91,1]: unter diesem hätten wir Schutz- z.B. wenn es heftig regnet: unter dem schutzbietenden 'Schirm des Höchsten' würden wir nicht nass.

Ein anderes Bild wäre z.B. das einer Henne, die schützend ihre Flügel über ihre Küken ausbreitet und sie so vor Kälte bewahrt: so wie diese unter den Flügeln geschützt sind, sind auch wir 'unter SEINEN Fittichen' [Ps 91,4] geborgen.

Was passiert nun, wenn wir diesen 'Schutz' verlassen (denn das ist, was wir tun, wenn wir uns von IHM 'absondern', sprich: sündigen)?

Ohne Schutz werden wir nass oder frieren... Aber: nicht ER entzieht uns seinen Schutz (oder zieht sich von uns zurück): vielmehr verlassen w i r SEINEN Schutz (& somit auch SEINE Nähe & Gegenwart) und entfernen uns von IHM...

So wie wir -ohne SEINEN Schutz- dann ungeschützt dem Regen (oder der Kälte) ausgesetzt sind, sind wir 'im Leben' den Angriffen & Attacken des Widersachers ausgeliefert, von dem gesagt wird, dass er "umherzieht wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann" (1Petr 5,8) oder "gekommen ist, um zu stehlen, zu schlachten [töten i.a.Ü.] und zu verderben" (Joh 10,10).


GOTT wartet auf uns, uns wieder unter SEINEN Schutz zu begeben: doch dazu müssen wir 'umkehren' ['umkehren' ist die sinngemässe Übersetzung von 'Buße tun']: dies tun wir, indem wir unsere 'Sünde' er- & bekennen und IHN um Vergebung bitten.


[Impuls vom 23.11.2015]