Lebensweg & Aufgabe

Heute möchte ich ein ‚Bild‘ malen:


Unser ‚Lebensweg‘ ist nicht immer gerade und eben- vielmehr ist er mitunter holprig, oftmals auch steil. 
Unsere ‚Aufgabe‘ im Leben gleicht einer Karre, die wir auf diesem Weg bewegen müssen.
Zunächst schieben wir diese Karre, was aber auf Dauer sehr anstrengend ist- zudem liegen oftmals Steine auf dem Weg, die unser Weiterkommen behindern:

das sind ‚Probleme‘. Einige, vor Allem die kleineren, schmeißen wir beiseite, um den Weg freizumachen- wir ‚lösen‘ quasi das Problem.

Andere, die größeren, scheinen uns momentan zu groß, um sie ‚wegzuwerfen‘- so werfen wir sie kurzerhand in den Karren, um sie später ‚kleinzuklopfen‘, um sie dann leichter ‚wegschmeißen‘ zu können. So haben wir mit der Zeit etliche Steine in den Karren geladen, was es uns schwermacht, den Karren zügig zu schieben- wir kommen -mit all den ‚Problemen‘ in unserem Karren- nur noch langsam voran.


So kommt uns der Gedanke, uns selbst vor den Karren zu spannen, damit es zügiger vorangeht. Wie schon bei den Ochsen auf den Feldern benutzen wir ein Joch. Als wir den Karren noch geschoben haben, konnten wir ‚etwas zurücktreten‘, um etwas ‚Abstand‘ zu gewinnen und uns zu ‚entspannen‘- nun aber sind wir permanent ‚an- & eingespannt‘, direkt mit dem Karren, unserer ‚Aufgabe‘, verbunden und kommen nur noch ‚schleppend‘ voran.


Wenn wir nun ‚ausspannen‘, sprich: etwas Ruhe haben wollen, um – im wahrsten Sinne des Wortes- zu ‚entspannen‘ fühlen wir uns in diesem Moment zwar erleichtert- aber: es gibt keinen ‚Fortschritt‘, kein Fortkommen mehr: es stagniert.


[Impuls vom 15.04.2019]