Zur Freiheit berufen

„Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“ (Joh 8,31+32)

„Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.“  (Joh 8,36)

„Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder; nur macht die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe.“ (Gal 5,13)


„Wenn euch nun der Sohn frei machen wird…“ - frei wovon? Und zu welcher ‚Freiheit‘ sind wir berufen?

Wir sind doch ‚frei‘: wir leben in einer Demokratie, nicht unter einem Regime- wir können doch tun & lassen, was wir wollen?


Diese Frage stellten sich auch die Juden, zu denen er sprach: „...Wir sind Abrahams Same [bildhaft für Nachkommen] und sind nie jemandes Knechte gewesen; wie kannst du da sagen: Ihr sollt frei werden?“ (Joh 8,33).


Was JESUS meint, ist nicht die ‚weltliche‘ Freiheit, sondern vielmehr die 'geistliche' Freiheit: diese beinhaltet, frei zu sein von Begierden, frei von Lüsten, frei von Sorgen, Ängsten und Nöten. Frei, zu handeln, frei, das Richtige zu tun, frei, Entscheidungen zu treffen, frei, ‚Nein‘ zu sagen, frei, dafür einzutreten, woran wir glauben.


[Impuls vom 06.03.2023]