Ausharren

Wenn wir feststecken, alles stagniert, verspüren wir oftmals den Drang, etwas verändern zu müssen, weil wir meinen, es nicht mehr 'aushalten' zu können. Dies weiss auch der Feind, und so präsentiert er uns vermeintliche 'neue [Aus-]Wege' aus und/oder Veränderung der gegenwärtigen Situation- nur allzu gern und ohne weitere Prüfung stürmen wir los, froh, dem Gefühl der 'Ohnmacht', des 'ohne Macht' und somit 'hilflos' seins dadurch entkommen zu können, indem wir aktiv werden.


Aber ist dies auch SEIN Wille? SEIN lebendiges Wort, die Bibel, spricht oft von 'Ausharren' (dazu später mehr).
 
'ER bereitet uns einen Tisch im Angesicht unserer Feinde': an einem Tisch nimmt man Platz- da ist von 'Flucht' keine Rede. Wir sollen auf IHN schauen, nicht auf die augenscheinlichen Feinde, und IHM vertrauen.
 
Ausharren leitet sich vom hebr. 'kawa' ab und bedeutet auch [er]warten, [er]hoffen und bedeutet somit mehr als nur 'warten'. Wenn wir auf etwas warten, haben wir eine -zumindest ungefähre- Vorstellung von dem, was eintreffen wird -oder zumindest eintreffen könnte- somit ist es im Grunde genommen nur eine Frage der Zeit, die uns allenfalls Geduld abverlangt, bis die Lösung erscheint.
 
Beim 'Ausharren' fehlt diese Vorstellung völlig- wir haben keinen 'Schimmer', auf was wir warten, sprich: wie die Lösung überhaupt aussehen könnte.
 
Somit ist 'ausharren' ein Sinnbild von Hingabe, Vertrauen, Glaube und Hoffnung (all das, wozu GOTT uns immer wieder in SEINEM Wort ermutigt)- wir [er]warten quasi ein 'Wunder', [S]ein übernatürliches Einwirken in diese ausweglos erscheinende Situation, heisst: wir erwarten SEINE göttliche Lösung für uns und unterdrücken, während wir darauf warten, sprich: ausharren, die unweigerlich auftretenden 'Fluchtimpulse' und halten unseren Blick auf IHN, von dem uns Hilfe zuteil werden wird, gerichtet.

[Impuls vom 01.01.2018]